U – wie U-Wert (Bauelemente-ABC)
Heute gibt es wieder etwas Neues aus unserem Bauelemente-ABC. Dieses Mal widmen wir uns dem Buchstaben U – wie U-Wert.
Der U-Wert steht für den Wärmedurchgangskoeffizienten. Dieser gibt an, wie viel Wärme durch ein Bauteil von innen nach außen verloren geht. Gemessen wird er in W/(m²·K): Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Das Kürzel gibt also an wie viel Wärme pro Quadratmeter bei einem Temperaturunterschied von 1 Kelvin verschwindet.
Achtung: Den U-Wert nicht mit dem g-Wert verwechseln! Der steht für den Energiedurchlassgrad und zeigt wie viel Sonnenwärme von außen nach innen durchgelassen wird.
Je niedriger der U-Wert, desto besser ist die Dämmung. Zum Vergleich: Alte Fenster aus den 80er-Jahren haben häufig Werte von 2,5 bis 3,0. Moderne Dreifachverglasungen dagegen erreichen beim Uw-Wert Werte von unter 0,6 und kommen damit an die Dämmwirkung von Mauerwerk heran.
Den U-Wert gibt es in drei Varianten:
- Ug-Wert > er bezieht sich nur auf die Verglasung (g = glazing)
- Uf-Wert > betrachtet nur den Rahmen (f = frame)
- Uw-Wert > gilt für Glas und Rahmen zusammen – also für das gesamte Fenster (w = window)
Am aussagekräftigsten ist der Uw-Wert. Er gibt an, wie das komplette Fenster dämmt, denn auch das beste Glas kann nur so stark wirken wie es der Rahmen zulässt und andersherum.
Ein weiterer wichtiger Punkt beim Thema Dämmwirkung: Genauso ausschlaggebend wie der U-Wert ist die fachgerechte Montage. Wird das Fenster nicht richtig eingebaut und/oder sitzt die Dichtung nicht richtig, geht viel Dämmwirkung durch undichte Fugen und Co verloren.
Gut zu wissen:
Wer Fenster in einem bestehenden Wohngebäude austauschen möchte braucht laut Gebäudeenergiegesetz (GEG) einen Uw-Wert von maximal 1,3 W/(m²·K), bei Dachfenstern sind es 1,4 W/(m²·K). Wer eine BAFA-Förderung beantragen möchte muss Fenster mit einem Maximalwert von 0,95 W/(m²·K) wählen.







